
Krampfadern & Besenreiser: 5 Cremes im 8-Wochen-Test — nur eine gab mir den Mut, diesen Sommer wieder ein Kleid zu tragen



Susanne Meier
Gesundheits- & Verbraucherredakteurin
Aktualisiert: April 2026 · 8 Wochen Praxistest · 5 Produkte getestet
Ich bin 53 Jahre alt, habe seit über zehn Jahren Krampfadern — und letzte Woche habe ich zum ersten Mal seit vier Jahren ein Sommerkleid gekauft. Nicht weil ich plötzlich mutig geworden bin. Sondern weil ich endlich einen Grund habe, es zu tragen.
Aber der Reihe nach.
Es fing im März an. Die ersten warmen Tage, Frühlingssonne. Ich stand vor meinem Kleiderschrank und räumte um — Winterjacken raus, Sommersachen rein. Und da hingen sie: Die Kleider. Die Röcke. Die kurzen Hosen. Ich nahm ein Sommerkleid heraus, hielt es vor den Körper — aber mein Blick ging nicht zum Kleid. Er ging sofort zu meinen Beinen. Die bläulichen Adern an den Waden, die Besenreiser an den Oberschenkeln, die dicke Krampfader hinter dem rechten Knie. Ich hängte das Kleid zurück. Wie jedes Jahr.
Sofort war sie wieder da — die Erinnerung an letzten Juli. Gartenparty bei meiner Freundin Karin. 32 Grad, alle in Kleidern. Ich in einer dunklen Jeans, der Schweiß lief mir den Rücken runter. Karin fragte: „Ist dir nicht heiß?“ Ich lächelte: „Nee, geht schon.“ Die Wahrheit: Mir war so heiß, dass ich kaum atmen konnte. Aber meine Beine zeigen? Undenkbar.
Das war der Moment, in dem ich beschloss: Diesen Sommer nicht schon wieder.
Ich hatte in den letzten Jahren alles ausprobiert. Antistax Venencreme, Venostasin, Heparin-Salbe, Abtei Venen Aktiv, Rosskastanien-Kapseln, Kompressionsstrümpfe bei 30 Grad. Jedes Mal das gleiche: Die Beine fühlten sich vielleicht etwas leichter an. Aber wenn ich in den Spiegel schaute — genau dieselben Krampfadern. Irgendwann glaubte ich, dass es einfach keine Lösung gibt. Bis ich verstand, dass ich jahrelang die falsche Frage gestellt hatte.
Was ich über Krampfadern lernen musste (bevor ich aufhörte, Geld zu verschwenden)
An diesem Abend saß ich auf der Couch und googelte zum hundertsten Mal: „Krampfadern weniger sichtbar ohne OP.“ Diesmal stieß ich auf ein Interview mit Dr. Katharina Weber, Dermatologin aus München, das alles verändert hat:

«Die meisten Venencremes in deutschen Apotheken wurden für ein einziges Ziel entwickelt: das Schweregefühl in den Beinen zu lindern. Rosskastanie, Weinlaubextrakt, Heparin — das sind Wirkstoffe gegen Symptome wie Schwellung und Müdigkeit. Aber keine dieser Formeln adressiert, was Betroffene eigentlich am meisten stört: das sichtbare Erscheinungsbild der Krampfadern. Dafür braucht es eine Formel, die zwei Dinge gleichzeitig tut: die venösen Beschwerden lindern UND die Gefäßwände stärken, damit die Venen weniger durch die Haut durchscheinen.»
Dr. Katharina Weber
Dermatologin & Gefäßspezialistin, München
Das Problem, das niemand anspricht
Dann ging ich ins Badezimmer und drehte meine Antistax-Tube um. „Traditionell angewendet zur Linderung von Beschwerden und Schweregefühl der Beine.“ Kein Wort von Krampfadern. Kein Wort vom Erscheinungsbild. Ich hatte jahrelang Cremes benutzt, die für ein anderes Problem gemacht waren. Nicht weil ich nicht nachgedacht habe. Sondern weil mir niemand den Unterschied erklärt hat.
Was ich wollte: meine Beine wieder zeigen können. Was die Cremes machten: meine Beine etwas weniger schwer fühlen lassen. Das ist nicht dasselbe.

Ich kaufte die 5 bekanntesten Mittel gegen Krampfadern in Deutschland auf eigene Kosten und testete sie jeweils 8 Wochen lang unter gleichen Bedingungen: morgens und abends aufgetragen, wöchentliche Fotos bei identischem Licht, keine anderen Produkte in der Testzone. Hier sind meine ehrlichen Erfahrungen mit jedem einzelnen Produkt:

Ich gebe zu: Ein Online-Produkt, das ich vorher nie gehört hatte? Meine Erwartung war bei null. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Antistax, Venostasin und Heparin bereits getestet — immer das gleiche Ergebnis: Beine fühlen sich besser an, Krampfadern sehen gleich aus.
Venora war mein letzter Versuch.
Die Creme zog innerhalb von Sekunden ein — kein Film, kein Kleben, kein Geruch. Morgens aufgetragen, eine Minute, fertig. Am siebten Tag legte ich meine Wochenfotos nebeneinander — und wurde still. Die Venen am rechten Unterschenkel, die mich seit Jahren stören, wirkten blasser. Weniger deutlich. Ich dachte zuerst, das Licht stimmt nicht. Aber nach Woche zwei war es eindeutig: Die Krampfadern schimmerten merkbar weniger durch die Haut.
Nach acht Wochen fragte meine Schwester beim Kaffee, ob ich veröden lassen hätte. Ich musste lachen. Ich hatte nichts gemacht — außer jeden Morgen eine Minute Venora aufgetragen.
Vorteile
Nachteile
Vorher / Nachher — nach 4 Wochen Venora
«Ich hatte so lange gewartet, dass sich etwas verändert — und dann war es plötzlich da. Meine Schwester sah meine Beine und fragte: ‘Hast du veröden lassen?’ Das war der Moment, in dem ich wusste: Venora hat wirklich funktioniert.
VERFÜGBARKEIT FÜR Venora™ PRÜFENHinweis: Venora ist regelmäßig ausverkauft. Wenn der 50 %-Rabatt noch angezeigt wird — nicht warten.

«Vitamin K stärkt die Gefäßwände und dichtet die Kapillaren von außen ab — dadurch scheinen die Venen weniger durch die Haut. In Kombination mit der Symptomlinderung entsteht der doppelte Ansatz, den ich bei Krampfadern für entscheidend halte.»
Dr. Katharina Weber
Dermatologin & Gefäßspezialistin, München

Antistax ist die bekannteste Venenmarke Deutschlands — und ich war entsprechend zuversichtlich. Die Creme zog angenehm ein, und nach zwei Wochen muss ich zugeben: Meine Beine fühlten sich tatsächlich leichter an. Das Schweregefühl abends war weniger stark. Antistax macht, was es verspricht — als Symptom-Creme.
Das Problem: Nach 8 Wochen Fotoabgleich hatte sich am sichtbaren Erscheinungsbild meiner Krampfadern nichts verändert. Nicht eine Spur. Und als ich die Tube umdrehte, verstand ich warum: „Traditionell angewendet zur Linderung von Beschwerden und Schweregefühl.“ Kein Wort vom Erscheinungsbild. Dazu: ÖKO-TEST hat 2016 alle 13 getesteten Venencremes wegen fehlender Wirksamkeitsbelege durchfallen lassen. Antistax ist ein gutes Produkt — für ein anderes Problem als meins.
Vorteile
Nachteile

Venostasin war meine große Hoffnung im Bereich Traditionsmittel. Rosskastanie kennt jeder, die Marke gibt es seit Jahrzehnten. Die Creme pflegt tatsächlich gut — die Haut fühlt sich weich und geschmeidig an, besonders unter Kompressionsstrümpfen.
Aber dann las ich die Herstellerseite genauer: „Feuchtigkeitsspendende Pflege-Creme bei müden Beinen.“ Das ist eine Moisturizer-Beschreibung — kein Venenmittel. Und der Hersteller empfiehlt, zusätzlich Venostasin retard Kapseln einzunehmen. Die Creme allein reicht also nach eigener Aussage nicht. Dazu kommt: Rosskastanienextrakt ist nachweislich nur bei oraler Einnahme wirksam — als Creme auf der Haut gibt es keine belastbaren Belege. Nach 8 Wochen: gepflegte Haut, Krampfadern unverändert.
Vorteile
Nachteile

Heparin-Salbe hatte mir eine Kollegin empfohlen: «Nimm Heparin, das hilft bei Venen.» Also kaufte ich eine Tube und schmierte zwei Wochen lang. Erst dann las ich die Packungsbeilage genau — und stellte fest: Krampfadern stehen dort gar nicht als Anwendungsgebiet.
Heparin ist ein Gerinnungshemmer für akute Verletzungen — Prellungen, Blutergüsse, oberflächliche Venenentzündungen. Maximal 10 Tage Anwendung empfohlen. Krampfadern sind aber ein chronisches Problem. Das ist so, als würde man Hustensaft gegen Asthma nehmen — falsches Werkzeug für das Problem. Dazu: Heparin wird aus Schweinedarm gewonnen und enthält zahlreiche potenzielle Allergene.
Vorteile
Nachteile

Für 5 Euro bei dm — da kann man ja nicht viel falsch machen, dachte ich. Und tatsächlich: Der Balsam kühlt angenehm, riecht erfrischend, zieht schnell ein. Für fünf Minuten fühlen sich die Beine erfrischt an.
Dann ist der Effekt weg. Komplett. Abtei Venen Aktiv ist kein Arzneimittel — es ist ein kosmetischer Kühlbalsam mit Menthol und Kampfer. Das «Venen Aktiv» im Namen klingt medizinisch, ist aber reines Marketing. Und wer genau hinschaut, findet in der Zutatenliste synthetische Farbstoffe und Parabene — in einem Produkt einer angeblichen «Naturmarke». Gegen Krampfadern? Wirkungslos. Das ist After-Sun für die Beine — sonst nichts.
Vorteile
Nachteile
Gesamtübersicht: Alle 5 Produkte auf einen Blick
Grün (Testsieger): Alle 3 Kriterien erfüllt — sichtbare Reduktion, Symptomlinderung, optimal verträglich.
Orange: Teilweise erfüllt — gute Symptomcreme, aber keine optische Wirkung bei Krampfadern.
Rot: Keines der Kriterien erfüllt — kein Effekt auf Krampfadern, falsches Einsatzgebiet oder reiner Kühlbalsam.

Mein Fazit: Nur ein Produkt hat wirklich etwas verändert
Nach 8 Wochen und über 80 € in getesteten Produkten ist mein Fazit schmerzhaft klar: Antistax lindert das Schweregefühl, aber die Krampfadern bleiben sichtbar. Venostasin ist im Kern eine Pflegecreme. Heparin ist für Prellungen gemacht, nicht für Krampfadern. Und Abtei Venen Aktiv ist ein Menthol-Balsam aus der Drogerie — sonst nichts.
Venora ist der klare Testsieger — und das liegt an einem einzigen entscheidenden Unterschied: dem doppelten Ansatz. Während alle anderen Produkte nur die Symptome adressieren, ist Venora mit seiner Vitamin-K-Formel die einzige Creme im Test, die gleichzeitig die Beschwerden lindert UND das sichtbare Erscheinungsbild der Krampfadern verbessert. Das Ergebnis: merkbar blassere Venen ab Tag 7, deutlich ebenmäßigere Beine nach 4 Wochen — und eine Schwester, die fragt, ob man veröden lassen hat.
Letzte Woche stand ich wieder vor meinem Kleiderschrank. Diesmal nahm ich das Sommerkleid heraus, hielt es vor den Spiegel — und legte es nicht zurück. Ich habe es gekauft. Und die Gartenparty bei Karin nächsten Monat? Dieses Mal trage ich keine Jeans bei 32 Grad.
Wenn Sie seit Jahren Ihre Beine verstecken, alles aus der Apotheke probiert haben und keine OP wollen — dann ist Venora das einzige Produkt in diesem Test, das ich Ihnen mit gutem Gewissen empfehlen kann. Für 24,95 € mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie riskieren Sie nichts — und gewinnen im besten Fall Ihren Sommer zurück.